Für Art und Umfang der Mitwirkung am Warntag existiert seitens des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) keine Weisung. Eine Vielzahl der Warnmultiplikatoren (Apps, Städteinformationstafeln, Deutsche Bahn, Rundfunk etc.) erfolgt direkt durch den Bund über das Modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS).

Durch das Sächsische Staatsministerium des Innern (SMI) wurde den Landkreisen freigestellt entweder das Sirenensignal "Signalprobe" (1 Ton von 12 Sekunden Dauer) oder "Warnung vor einer Gefahr" (6 Töne mit jeweils 5 Sekunden Dauer mit 5 Sekunden Pause = 1 Minute Heulton) entsprechend Erlass des SMI vom 29.07.2003 auszusenden.

Mit der Aussendung des Signals "Signalprobe" für die Landkreise Bautzen und Görlitz geht technisch bedingt eine kürzere Belastung des Alarmierungsnetzes einher. Hierbei wird lediglich eine Alarmadresse angesteuert - die Alarmierungsdauer liegt unter 10 Sekunden. Im Falle des flächendeckenden Aussendens des Signales "Warnung vor einer Gefahr" werden im Landkreis Görlitz, um eine regionale Differenzierung je nach Warnereignis zu ermöglichen, 53 Gemeinden angesteuert - die Alarmierungsdauer liegt bei mehreren Minuten. Das Alarmierungsnetz wäre in dem Fall für reale Alarmierungen von Rettungsdienst und Feuerwehr blockiert.

In den Landkreisen Bautzen und Görlitz wird mit der gewählten Verfahrensweise so der realen Einsatzabarbeitung Priorität eingeräumt.

Die weit überwiegende Menge der Warnmultiplikatoren stehen auch den Landkreisen Bautzen und Görlitz uneingeschränkt zur Verfügung.

Björn Mierisch